Wunderbare Autoren-Fotos

Letzt sagte mein Schreiblehrer Rainer Wekwerth zu mir: „Du musst Autor sein, um einer zu werden.“

Er sagte noch andere Dinge, wie immer sehr auf den Punkt gebracht und wie immer darauf ausgerichtet, dass ich endlich mal die Sicherheit meines Schreibtisches hinter mir lassen und der Welt zeige, dass es mich gibt. Mich, die Autorin.

Also setzte ich mich direkt wieder an den Schreibtisch. Legte ein Facebook-Profil, einen Twitter-Account, einen Lovelybooks Account an. Und lud überall die Fotos hoch, die ich auch in meinen Business Profilen verwende.

Und wisst Ihr, was ich sah? Eine Online Marketing Expertin.
Dieselbe Person, die ich seit Jahren auf Messen schicke, die mit Kunden telefoniert, schreibt, ihre Produkte vermarktet. Eine, die weiß, was sie tut.
Aber eben keine Autorin.

Gut, das fiel sicher nur mir auf. Denn für alle anderen ist der Unterschied nicht sichtbar. Aber es fühlte sich so an, als sagten mir diese Profile: Du kannst so tun, als wärst du Autorin – aber in Wahrheit bist du Online Marketing Mensch.

Also? Neue Fotos. Autoren-Fotos.

Ich rief die Kölner Fotografin Hanna Witte an, erklärte ihr mein Anliegen, sie kam in mein Büro und machte diese unvergleichlichen, wunderbaren Fotos von mir.

Mara Limanski Schreibtisch
Mara Limanski Fenster
Mara Limanski lacht

Und auf den Fotos – ja, ihr wisst es schon – sehe ich tatsächlich die Autorin.

Einen Einblick in Hanna Wittes Arbeiten findet Ihr unter http://www.hanna-witte.de/

Von meinem Schreiblehrer (und nicht zu vergessen Bestsellerautor) Rainer Wekwerth berichte ich später übrigens mehr. Er ist nämlich mitschuldig daran, dass Die 4. Heldin kein 900 Seiten Werk wirrer Ideen ist, die nach einer zusammenhängenden Geschichte suchen…

Romane, die ihr niemals lesen werdet.

Jeder hat seine Leichen. Im Keller, in Schubladen oder verbrannt zu Asche im Winde verweht. Sie bestehen aus Kapitel eins. Oder: Kapitel eins bis drei, gerne auch der Prolog mit Kapiteln 3 & 5. Oder Kapitel zwei mit dazugehörigem Plot, Stufendiagramm und Charakteranalysen.

Hiermit kratze ich Aschereste zusammen und lasse ich Euch teilhaben an den Top 5 meiner unvollendeten Romane in chronologischer Reihenfolge: „Romane, die ihr niemals lesen werdet.“ weiterlesen

Am Anfang war nicht das Wort

Am Anfang war die Geschichte.

Sie sitzt im Kopf, im Bauch, manchmal in den Füßen. Sie ist längst da, während du noch schlummerst und dich im Bett windest. Sie ist nur ein Fragment, ein Gefühl oder ein nimmer endendes Kribbeln in den Zehen. Zumindest am Anfang. Sie wächst, zieht in die Fersen, sodass du unbewusst mit den Zehen wackelst oder die Füße an einander reibst. Und weil sie wächst, gedeiht und mutiert, bis die Füße anschwellen, erst zu Klumpen, dann zu Elefantentretern dann zu Betonklötzen, die dich im Rhein ertränken könnten, musst du dich irgendwann der Frage stellen:.

Wie kriegst du die Geschichte aus deinen Füßen? „Am Anfang war nicht das Wort“ weiterlesen

Booyah! Fertig – es geht los.

Booyah – die Website ist online.
Doppelbooyah – das Manuskript zu Der 4. Held  Die 4. Heldin ist fertig.

An der Website habe ich eine Woche gebastelt, am Manuskript erschreckend viele Jahre. Von der Idee bis zum Manuskript: 8 Jahre. Drei Jahre lang glaubte ich, gar nicht mehr schreiben zu wollen, zwei Jahre schrieb ich an einem anderen Projekt.

Ursprünglich war die Idee zu Oh Heldenkind viel kleiner und kürzer: Eine Heldin hat Hexenkräfte und tötet versehentlich einen Prinzen.
Dann mutierte es zu 3 Romanen zu je 300 Seiten.

Und jetzt, da das Manuskript bei meinem Coach zum Lesen ist, habe ich endlich durchgeatmet und begonnen, meinen Blog über das Schreiben zu schreiben. Über den Alltag, die Zweifel, die großen Entscheidungen, das jeden Morgen aus dem Bett Quälen, noch mehr Zweifel, die Euphorie, die Entspannung, das Vergessen der Außenwelt, das Aufräumen im Inneren und noch mehr Zweifel.

Ich plane, aufzuarbeiten, was bisher geschah, und gleichzeitig die weiteren Schritte zu begleiten. Zwei Handlungsstränge, die parallel laufen.